So können Sie sich gegen Rückstau sichern!


Während intensiver Niederschläge oder durch Verstopfungen in der Abwasseranlage kann es immer wieder einmal zu einem Rückstau in der Kanalisation kommen. Die Leitungen sind nicht in der Lage, das Abwasser weg zu befördern, so dass es sich in der Kanalisation einstaut.


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Keller mit tiefliegenden Abläufen, unterhalb der Rückstauebene sind dann von Überflutungen betroffen. Um die Sicherung der unterhalb der Rückstauebene (entspricht der Straßenoberfläche vor dem Gebäude) gelegenen Abwasseranfallstellen ist jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich.


Gegen den Rückstau des Abwassers aus den öffentlichen Kanalisationsanlagen in die angeschlossenen Grundstücke hat sich jeder Anschlussnehmer selbst zu schützen. Als Höhe der Rückstauebene wird die Straßen- oder Geländeober-kante über der Anschlussstelle des Anschlusskanals an die öffentliche Kanalisationsanlage festgesetzt. Aus Schäden, die durch Rückstau entstehen, können keine Ersatzansprüche gegen die Stadtentwässerung geltend gemacht werden.

Jeder kann sich wirkungsvoll und dauerhaft gegen schädliche Folgen von Rückstau sichern, wenn alle Ablaufstellen für Abwasser, die unterhalb der Rückstauebene liegen, durch Rückstauverschlüsse oder Hebeanlagen gem. DIN 1986 gesichert werden.

Nur wenn das Leitungsnetz innerhalb der Grundstücksentwässerung ein in sich geschlossenes System ergibt, hat ein Abwasseraustritt infolge Rückstau keine Chance.

Der Kanalbetrieb der Stadtentwässerung Buxtehude stellt sicher, dass Rück-stauereignisse durch regelmäßige Inspektion, Reinigung und Instandsetzung der öffentlichen Kanalanlagen auf ein Minimum begrenzt werden.

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass fast alle Rückstauschäden auf unsachgemäß betriebene Grundstücksentwässerungsanlagen zurückzuführen sind.
Die häufigsten Ursachen hierfür sind:

  • Fehlende bzw. nicht funktionierende Rückstauverschlüsse.
  • Nicht vorhandene Hebeanlagen 
  • Unsachgemäße oder keine Wartung der Entwässerungsanlagen

 

Unser Tip: Eine fachgerechte Rückstausicherung, deren Einbau und/oder Wartung jede erfahrene Installationsfirma übernimmt, schützt vor Überschwemmungen. Technisch besteht die Möglichkeit, Rückstausicherungen einzubauen, die je nach Art des Abwassers unterschiedlich sind.

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Bei der Wahl und dem Einbau der Rückstausicherung, ebenso wie bei der regelmäßigen Wartung, sollte unbedingt ein Fachbetrieb zu Rate gezogen werden. Je nachdem, ob man sich vor Niederschlagswasser, fäkalienfreiem Schmutzwasser oder fäkalienhaltigem Schmutzwasser schützen will, hält der Handel unterschiedliche Rückstauverschlüsse vor. Die Rückstausicherung gegen Schmutzwasser erfordert immer eine doppelte Rückstausicherung, die in der Regel automatisch funktioniert und zusätzlich einen Notverschluss hat. Um sich gegen den Rückstau von fäkalienhaltigem Abwasser zu sichern, ist eine elektronische Sicherung erforderlich. Häufig empfiehlt sich auch eine Hebeanlage.

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Rückstauverschlüsse Typisierung

Rückstauverschlüsse für durchgehende Rohrleitungen stellen eine ideale technische und vor allem auch finanzielle Alternative zu Hebeanlagen dar. Dazu müssen die Einsatzvorraussetzungen nach DIN EN 12056-4 gegeben sein. Nach DIN EN 13564-1 werden in Deutschland 6 Typen von Rückstauverschlüssen unterschieden: (Typ 4 ist in Deutschland nicht zulässig)


Typ 0: für Regenwasser
Rückstauverschluss für die Verwendung in horizon- talen Leitungen mit nur einem selbsttätigen Verschluss.
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Typ 1: für Regenwasser
Rückstauverschluss für die Verwendung in horizontalen Leitungen mit einem selbsttätigen Verschluss sowie einem Notverschluss, wobei dieser Notverschluss mit dem selbsttätigen Verschluss kombiniert sein darf.
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Typ 2: für fäkalienfreies Abwasser
Rückstauverschluss für die Verwendung in horizontalen Leitungen mit zwei selbsttätigen Verschlüssen und einem Notverschluss, wobei dieser Notverschluss mit einem der beiden selbsttätigen Verschluss kombiniert sein darf.
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Typ 3: für fäkalienhaltiges und fäkalienfreies Abwasser
Rückstauverschluss für die Verwendung in horizontalen Leitungen mit einem durch Fremdenergie (elektrisch, pneumatisch oder andere) betriebenen selbsttätigen Verschluss und einem Notverschluss, der unabhängig vom selbsttätigen Verschluss ist.
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Typ 5:
Rückstauverschluss, der in Ablaufgarnituren oder Bodenabläufen eingebaut ist, mit zwei selbsttätigen Verschlüssen und einem Notverschluss, wobei dieser Notverschluss mit einem der beiden selbsttätigen Verschlüsse kombiniert sein darf.
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