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Wissenswertes
Regenwasserkanalisation Am Klöterbusch und in der Bahnstraße wird erneuert
von Thorsten Kruse
Die Stadtentwässerung Buxtehude ist derzeit mit mehreren Kanalbauprojekten am Start. Im Rahmen einer langjährigen Sanierungs- und Erneuerungsstrategie beginnt der städtische Entwässerungsbetrieb derzeit zwei größere Baumaßnahmen.
Unmittelbar nach Pfingsten startet der letzte Bauabschnitt zur Erneuerung der Regenwasserkanalisation in der Straße „Am Klöterbusch“. Zwischen dem Ottensener Weg und der Theodor-Storm-Straße werden die Regenwasserleitungen erneuert. Das Gesamtprojekt dient der Neuordnung der Regenentwässerung und Entlastung der Kanalisation in der Berliner Str. und im Stieglitzweg. Darüber hinaus wird den klimatischen Veränderungen, mit zunehmend stärkeren Niederschlägen, Rechnung getragen. Auf einer Länge von 250 m werden die bestehen Rohre (DN 250) ausgebaut und durch einen neuen Regenwasserkanal mit einem Querschnitt von 600 mm bzw. 700 mm ersetzt. Die Baumaßnahme mit einer Auftragssumme von 300.000,- €, wird voraussichtlich bis Ende September dauern.
Während der Bauarbeiten ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Straße Am Klöterbusch wird abschnittsweise voll gesperrt. Die Zufahrt über die Estetalstraße bzw. über die Straße Am Rethteich besteht weiter. Kurzfristig ist die Zufahrt zu den Grundstücken nicht möglich. Die fußläufige Zugänglichkeit ist aber jederzeit gewährleistet.
Erste Baufortschritte sind an einer anderen Baustelle der Stadtentwässerung Buxtehude bereits erkennbar. Nachdem im vergangenen Jahr ein Regenrückhaltbecken in der Kleingartenanlage südlich der Bahn errichtet wurde, wird die unterdimensionierte Regenwasserkanalisation in der Bahnstraße und der Sigebandstraße bis zur Stader Straße erneuert. Auf 230 m wird der teilweise schon über 100 Jahre alte Regenwasserkanal erneuert und deutlich vergrößert. In der Bahnstraße erhöht sich der Rohrquerschnitt auf 600 mm, in der Sigebandstraße immerhin noch auf 500 mm. Das über viele Jahre wild abfließende Oberflächenwasser soll dadurch gebändigt werden. Insgesamt 350.000,- € kostet dieses Bauvorhaben der Stadtentwässerung Buxtehude. Auch hier sind Verkehrsbeschränkungen nicht zu vermeiden. Aufgrund der Enge der Straßen, wird in kleinen Abschnitten zunächst die Bahnstraße und später die Sigebandstraße voll gesperrt. Kurzfristig ist die Zufahrt zu den Grundstücken nicht möglich. Die fußläufige Zugänglichkeit ist aber jederzeit gewährleistet. Planmäßig soll dieser Bauabschnitt Ende August abgeschlossen sein.
Für den Herbst ist ein weiterer Bauabschnitt in der Siegebandstraße zwischen Stader Straße und Apensener Straße geplant.
Erneuerung der Regenwasserkanalisation in der Bahnstraße
von Stadtentwässerung Buxtehude
Tanzende Schachtdeckel sind nach intensiven Niederschlagsereignissen in der Bahnstraße keine Seltenheit. Einzelnen Abschnitten dieser Kanalisation sind über hundert Jahre alte Regenwasserkanalisation und inzwischen mehr als überlastet.
Um künftig auch bei intensiven Regenfällen eine störungsfreie Ableitung des Niederschlagswassers zu gewährleisten wird die Regenwasserkanalisation in diesen Straßen komplett erneuert.
In einem ersten Sanierungsschritt wurde mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens zwischen Eisenbahnlinie und Bahnstraße begonnen. Ab dem 22. Oktober werden kleinere Abschnitte der Regenwasserleitungen in der Bahnstraße ausgetauscht. Während dieser Zeit ist mit merklichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Der Zugang zu den Grundstücken ist aber jederzeit möglich.
In den kommenden Jahren wird die Regenwasserkanalisation in der Bahnstraße, der Victoria-Louise-Straße und der Siegebandstraße abschnittweise erneuert.
Der Nebel bringt es an den Tag
von Stadtentwässerung Buxtehude
Untersuchung der Schmutzwasserkanalisation in Buxtehude und Apensen
Für insgesamt 168 km Freigefällekanalisation in der Stadt Buxtehude und der Samtgemeinde Apensen zeichnet die Stadtentwässerung Buxtehude verantwortlich. Das vorhandene Abwassersystem für die Ableitung von Schmutz- und Regenwasser wird wie in vielen anderen Kommunen auch mit zwei getrennten Leitungssystemen betrieben.
Bei stärkeren Niederschlägen kommt es in einigen Bereichen immer wieder zu Überlastungen des Schmutzwassernetzes. Um festzustellen, ob u. U. Niederschlagswasser fälschlicherweise in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet wird soll eine Untersuchung durchgeführt werden.
Diese Überprüfung erfolgt mit dem sogenannten
Signalnebel-Verfahren. Dabei wird über die vorhandenen Kontroll- und
Übergabeschächte unter geringem Druck Signalnebel (Theaternebel) in den Kanal
eingeblasen. Im Falle von Falschanschlüssen tritt schon nach kurzer Zeit der
Nebel aus Regenfallrohren, Hof- und Straßenabläufen aus. Bei einem
ordnungsgemäßen Anschluss entweicht der Nebel über die Dachentlüftung. In
Einzelfällen ist es auch möglich, dass der Nebel über die Hausinstallationen in
die Wohnräume gelangen kann. Sollte dieser Fall auftreten, besteht für die
Bürgerinnen und Bürger kein Grund zur Sorge. Die eingesetzten Signalnebel haben
entsprechende Zulassungen und sind umweltneutral. Sie reizen weder Haut noch
Augen und bauen sich nach kurzer Zeit rückstandslos wieder ab.
Das Netz unter der Erde
von Stadtentwässerung Buxtehude
Kaum zu glauben, aber im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche stolze 125 Liter Wasser pro Tag. Entsprechend hoch sind auch die Abwassermengen. In Buxtehude und Apensen produzieren etwa 48.000 Einwohner sowie die Gewerbe- und Industriebetriebe täglich 7,5 Millionen Liter Abwasser, die von der Stadtentwässerung Buxtehude (SEB) bewältigt werden. Dazu ist eine Schmutzwasserkanalisation mit einer Gesamtlänge von zirka 268 Kilometern nötig - ein System, das ständig unterhalten werden muss.
Daher planten die SEB 930.000 Euro in die Schmutzwasseranlagen von Buxtehude und 300.000 Euro in die von Apensen zu investieren. Weitere 1,29 Mio. Euro sind für Sanierungsmaßnahmen der Regenwasserkanalisation von Buxtehude und Beckdorf vorgesehen. Konkret heißt das: Sanierung der Abwasserleitungen im Bereich der Carl-Hermann-Richter-Str. und der Harsefelder Str. sowie am Alten Postweg und an der Moisburger Landstraße. Parallel ist die Erneuerung der Regenwasserrohre im Fuhrenkampsweg und in der Straße „Am Klöterbusch“ geplant. Die Sanierung der Regenwasserkanalisation in der Stader Straße und der Bahnstraße ist bereits ins Auge gefasst. Ein Rückhaltebecken unmittelbar neben der Bundesbahn soll bereits 2012 realisiert werden.
"Wenn die
Kanalisation funktioniert und unsere Arbeit nicht bemerkt wird, haben wir viel
erreicht", sagte Dr. Harald Stechmann, Abteilungsleiter bei der SEB. Das
diese für unsere Zivilisation wichtige Entsorgung unsichtbar unter der Erde
verläuft, hat auch Nachteile. Es fördert eine gewisse Nachlässigkeit.
"Nach dem Prinzip, aus den Augen aus dem Sinn' landen immer wieder feste
Abfallstoffe im Abwasser", berichtet Harald Stechmann. Die Folgen:
Leitungen verstopfen und Pumpen fallen aus. Reparaturen und die Beseitigung
solchen Mülls verursachen unnötige Kosten, die sich letztlich auf die
Abwassergebühren auswirken. Trotzdem konnten die Gebühren in den letzten fünf
Jahren stabil gehalten werden. Mit 1,88 Euro pro Kubikmeter Abwasser ist er im
Buxtehuder Stadtgebiet geringer als in der Samtgemeinde Apensen, die mit ihrer
großen Flächenausdehnung höhere Kosten verursacht. Hier liegt der Preis bei
2,33 Euro pro Kubikmeter. Kostenbewusstsein und effektive Betriebsabläufe
ermöglichen günstige Preise - und jeder kann mit seinem Verhalten seinen Teil
dazu beitragen. Auch die richtige Entsorgung von Haushalts-Chemikalien
erleichtert die Abwasserreinigung und trägt zur Reinhaltung des kostbaren Gutes
Wasser bei.
