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Wissenswertes
Der Nebel bringt es an den Tag
von Stadtentwässerung Buxtehude
Untersuchung der Schmutzwasserkanalisation in Buxtehude und Apensen
Für insgesamt 168 km Freigefällekanalisation in der Stadt Buxtehude und der Samtgemeinde Apensen zeichnet die Stadtentwässerung Buxtehude verantwortlich. Das vorhandene Abwassersystem für die Ableitung von Schmutz- und Regenwasser wird wie in vielen anderen Kommunen auch mit zwei getrennten Leitungssystemen betrieben.
Bei stärkeren Niederschlägen kommt es in einigen Bereichen immer wieder zu Überlastungen des Schmutzwassernetzes. Um festzustellen, ob u. U. Niederschlagswasser fälschlicherweise in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet wird soll eine Untersuchung durchgeführt werden.
Diese Überprüfung erfolgt mit dem sogenannten
Signalnebel-Verfahren. Dabei wird über die vorhandenen Kontroll- und
Übergabeschächte unter geringem Druck Signalnebel (Theaternebel) in den Kanal
eingeblasen. Im Falle von Falschanschlüssen tritt schon nach kurzer Zeit der
Nebel aus Regenfallrohren, Hof- und Straßenabläufen aus. Bei einem
ordnungsgemäßen Anschluss entweicht der Nebel über die Dachentlüftung. In
Einzelfällen ist es auch möglich, dass der Nebel über die Hausinstallationen in
die Wohnräume gelangen kann. Sollte dieser Fall auftreten, besteht für die
Bürgerinnen und Bürger kein Grund zur Sorge. Die eingesetzten Signalnebel haben
entsprechende Zulassungen und sind umweltneutral. Sie reizen weder Haut noch
Augen und bauen sich nach kurzer Zeit rückstandslos wieder ab.
Das Netz unter der Erde
von Stadtentwässerung Buxtehude
Kaum zu glauben, aber im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche stolze 125 Liter Wasser pro Tag. Entsprechend hoch sind auch die Abwassermengen. In Buxtehude und Apensen produzieren etwa 48.000 Einwohner sowie die Gewerbe- und Industriebetriebe täglich 7,5 Millionen Liter Abwasser, die von der Stadtentwässerung Buxtehude (SEB) bewältigt werden. Dazu ist eine Schmutzwasserkanalisation mit einer Gesamtlänge von zirka 268 Kilometern nötig - ein System, das ständig unterhalten werden muss.
Daher planten die SEB 930.000 Euro in die Schmutzwasseranlagen von Buxtehude und 300.000 Euro in die von Apensen zu investieren. Weitere 1,29 Mio. Euro sind für Sanierungsmaßnahmen der Regenwasserkanalisation von Buxtehude und Beckdorf vorgesehen. Konkret heißt das: Sanierung der Abwasserleitungen im Bereich der Carl-Hermann-Richter-Str. und der Harsefelder Str. sowie am Alten Postweg und an der Moisburger Landstraße. Parallel ist die Erneuerung der Regenwasserrohre im Fuhrenkampsweg und in der Straße „Am Klöterbusch“ geplant. Die Sanierung der Regenwasserkanalisation in der Stader Straße und der Bahnstraße ist bereits ins Auge gefasst. Ein Rückhaltebecken unmittelbar neben der Bundesbahn soll bereits 2012 realisiert werden.
"Wenn die
Kanalisation funktioniert und unsere Arbeit nicht bemerkt wird, haben wir viel
erreicht", sagte Dr. Harald Stechmann, Abteilungsleiter bei der SEB. Das
diese für unsere Zivilisation wichtige Entsorgung unsichtbar unter der Erde
verläuft, hat auch Nachteile. Es fördert eine gewisse Nachlässigkeit.
"Nach dem Prinzip, aus den Augen aus dem Sinn' landen immer wieder feste
Abfallstoffe im Abwasser", berichtet Harald Stechmann. Die Folgen:
Leitungen verstopfen und Pumpen fallen aus. Reparaturen und die Beseitigung
solchen Mülls verursachen unnötige Kosten, die sich letztlich auf die
Abwassergebühren auswirken. Trotzdem konnten die Gebühren in den letzten fünf
Jahren stabil gehalten werden. Mit 1,88 Euro pro Kubikmeter Abwasser ist er im
Buxtehuder Stadtgebiet geringer als in der Samtgemeinde Apensen, die mit ihrer
großen Flächenausdehnung höhere Kosten verursacht. Hier liegt der Preis bei
2,33 Euro pro Kubikmeter. Kostenbewusstsein und effektive Betriebsabläufe
ermöglichen günstige Preise - und jeder kann mit seinem Verhalten seinen Teil
dazu beitragen. Auch die richtige Entsorgung von Haushalts-Chemikalien
erleichtert die Abwasserreinigung und trägt zur Reinhaltung des kostbaren Gutes
Wasser bei.
